Ein Google Unternehmensprofil zu erstellen kostet nichts und dauert etwa eine halbe Stunde. Trotzdem scheitern viele Betriebe an Duplikaten, der Verifizierung oder gesperrten Profilen. Diese Anleitung zeigt dir, wie du dein Profil kostenlos anlegst, verifizierst und so einrichtest, dass es Anfragen bringt.
TL;DR
Das Google Unternehmensprofil, früher Google My Business, ist der kostenlose Firmeneintrag von Google. Du erstellst es in sieben Schritten auf business.google.com: Google-Konto anlegen, Unternehmen suchen, Firmendaten eintragen, Kategorie wählen, Kontaktdaten hinterlegen, verifizieren und vervollständigen. Das Anlegen dauert 15 bis 30 Minuten, die Verifizierung per Video oft nur Minuten, per Postkarte bis zwei Wochen. Google verlangt dafür nie Geld. Wer sichtbar werden will, richtet zusätzlich das Bing Unternehmensprofil ein, denn Bing ist die Datenbasis für KI-Suchen wie ChatGPT.
Das Google Unternehmensprofil ist der kostenlose Firmeneintrag von Google, der in der Google-Suche und in Google Maps erscheint. Bis Ende 2021 hiess es Google My Business, auf Englisch heisst es heute Google Business Profile. Du legst es auf business.google.com an und verwaltest darüber Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen und Kontaktdaten deines Betriebs.
Wenn jemand nach deinem Betrieb oder deiner Branche in seiner Nähe sucht, zeigt Google zuerst den Kartenbereich mit meist drei Unternehmen. Diese Ergebnisse stammen nicht von Websites, sondern aus Unternehmensprofilen. Ohne Profil existierst du für diese Suchen schlicht nicht.
Die vielen Namen verwirren nur auf den ersten Blick. Aus Google Places wurde Google My Business, Ende 2021 folgte die Umbenennung in Google Business Profile, auf Deutsch Google Unternehmensprofil. Gemeint ist immer derselbe Eintrag mit denselben Funktionen.
Für lokale Betriebe ist das Profil der schnellste Hebel für neue Anfragen, oft noch vor der eigenen Website. Wie das Profil in die gesamte Google-Sichtbarkeit einzahlt, zeigt der Leitfaden Bei Google gefunden werden.
Ein Google Unternehmensprofil erstellst du in sieben Schritten: Google-Konto anlegen, business.google.com öffnen, Firmendaten eintragen, Kategorie wählen, Kontaktdaten hinterlegen, Profil verifizieren und anschliessend vervollständigen. Das reine Anlegen dauert etwa 15 bis 30 Minuten, die Verifizierung kommt je nach Methode hinzu.
Du brauchst ein kostenloses Google-Konto, am besten eine geschäftliche Adresse, auf die dein Team langfristig Zugriff hat. Nutze kein privates Konto eines Mitarbeiters, sonst verlierst du beim Personalwechsel den Zugang zum Profil.
Rufe business.google.com auf und klicke auf Jetzt verwalten. Suche zuerst nach deinem Firmennamen: Existiert bereits ein Eintrag, beanspruchst du ihn, statt ein Duplikat anzulegen. Erst wenn nichts gefunden wird, legst du ein neues Profil an.
Trage den offiziellen Firmennamen exakt so ein, wie er am Geschäft und auf der Website steht. Keine Zusätze wie Keywords oder Ortsnamen, das verstösst gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Gib an, ob Kunden zu dir kommen oder du sie vor Ort bedienst.
Die Hauptkategorie ist eines der stärksten lokalen Ranking-Signale. Wähle die spezifischste Beschreibung deines Kerngeschäfts, etwa Fahrradgeschäft statt Einzelhandel. Zusatzkategorien für Nebenleistungen kannst du später jederzeit ergänzen.
Trage Telefonnummer, Website und Öffnungszeiten ein. Verwende exakt dieselbe Schreibweise wie auf deiner Website, denn konsistente Firmendaten sind ein Vertrauenssignal für Google. Ohne Website kannst du das Feld vorerst leer lassen.
Google muss prüfen, dass du wirklich der Inhaber bist. Je nach Betrieb bietet Google dafür Video, Postkarte, Telefon oder E-Mail an, die Details stehen im Abschnitt zur Verifizierung weiter unten. Erst danach wird dein Profil öffentlich voll sichtbar.
Ergänze Beschreibung, Leistungen und echte Fotos von Geschäft, Team und Arbeit. Vollständige Profile bekommen deutlich mehr Klicks und Anfragen als halbleere. Ab jetzt beginnt die laufende Pflege: Beiträge, Bewertungen und aktuelle Öffnungszeiten.
Nimm dir besonders für Firmenname und Kategorie Zeit. Der Name muss exakt dem echten Geschäftsnamen entsprechen, und die Hauptkategorie entscheidet mit, für welche Suchanfragen du überhaupt erscheinst. Beides später zu ändern kann eine erneute Verifizierung auslösen.
Das Profil ist ein Baustein deiner lokalen Sichtbarkeit, nicht die ganze Strategie. Wie Website, Verzeichnisse und Bewertungen zusammenspielen, erklärt der Überblicks-Guide zu Local SEO.
Das Google Unternehmensprofil ist vollständig kostenlos. Erstellen, verifizieren und verwalten kostet nichts, es gibt keine Premium-Version und keine versteckten Gebühren. Wer dir Geld für einen Google-Eintrag abnehmen will, ist nie Google selbst, sondern ein Drittanbieter oder ein Betrüger.
Google verdient am Unternehmensprofil indirekt, über bessere Kartendaten und optionale Werbung. Für dich als Betrieb bleibt der Eintrag dauerhaft gratis, inklusive aller Funktionen wie Beiträge, Statistiken und Bewertungsverwaltung.
Vorsicht bei Anrufen oder Mails mit Aussagen wie dein Google-Eintrag läuft ab oder wir registrieren dich für eine Gebühr bei Google. Solche Angebote stammen nie von Google und sind im besten Fall überteuerte Dienstleistungen, im schlimmsten Fall Betrug. Alles, was diese Anbieter verkaufen, kannst du mit dieser Anleitung selbst und kostenlos erledigen.
Zum Verifizieren bietet Google je nach Betrieb verschiedene Methoden an: Video-Aufnahme, Postkarte mit Code, Telefon oder SMS sowie E-Mail. Welche Optionen du siehst, entscheidet Google anhand von Branche, Region und Datenlage. Die Video-Verifizierung ist heute der Standard und meist die schnellste Variante.
Die Verifizierung ist der Schritt, an dem die meisten Fragen entstehen. Google will sicherstellen, dass wirklich der Inhaber das Profil kontrolliert, und gibt dir dafür eine oder mehrere der folgenden Methoden vor. Aussuchen kannst du nur aus den angebotenen Optionen.
Heute die häufigste Methode. Du filmst mit dem Smartphone dein Geschäft, die Umgebung und einen Nachweis der Inhaberschaft, etwa Schlüssel oder Geschäftsunterlagen. Die Prüfung dauert oft nur Minuten bis wenige Tage.
Google schickt eine Postkarte mit einem Bestätigungscode an deine Geschäftsadresse. Die Zustellung dauert meist fünf bis vierzehn Tage. Wichtig: Ändere während des Wartens nichts an Name, Adresse oder Kategorie.
Google ruft die hinterlegte Geschäftsnummer an oder schickt einen Code per SMS. Diese Methode steht nur ausgewählten Betrieben zur Verfügung, meist solchen mit etablierter Online-Präsenz.
Der Code kommt an eine geschäftliche E-Mail-Adresse, in der Regel eine Adresse auf der eigenen Firmendomain. Auch diese Option zeigt Google nur bei bestimmten Unternehmen an.
In Einzelfällen prüft Google nach der Verifizierung noch manuell nach, das kann einige zusätzliche Werktage dauern. Die offiziellen Details zu allen Methoden findest du in der Google-Hilfe zur Verifizierung.
Die drei häufigsten Probleme beim Erstellen sind ein bereits existierender Eintrag, eine Verifizierung, die nicht ankommt, und ein gesperrtes Profil. Alle drei lassen sich lösen, ohne ein neues Profil anzulegen. Ein Duplikat zu erstellen ist in jedem Fall der falsche Weg und verschlechtert deine Ausgangslage.
Google legt Profile teils automatisch aus öffentlichen Daten an. Erstelle kein Duplikat, sondern beanspruche den bestehenden Eintrag über Inhaberschaft beanspruchen in Google Maps. Verwaltet ihn jemand anderes, forderst du Zugriff an und Google vermittelt, wenn der Inhaber nicht reagiert.
Postkarten brauchen je nach Region bis zu 14 Tage. Fordere erst danach einen neuen Code an und ändere in der Wartezeit keine Profildaten, sonst wird der Code ungültig. Scheitert die Postkarte mehrfach, wähle die Video-Verifizierung, sie ist ohnehin schneller.
Häufigste Ursachen sind Keywords im Firmennamen, virtuelle Büroadressen oder mehrere Profile für denselben Standort. Korrigiere zuerst den Verstoss und stelle dann über das offizielle Formular einen Antrag auf Wiederherstellung. Ein neues Profil parallel anzulegen verschlimmert die Lage nur.
Der rote Faden bei allen Problemen: Arbeite immer mit dem bestehenden Eintrag und halte dich strikt an die Richtlinien. Google gleicht Profildaten mit Website, Verzeichnissen und öffentlichen Registern ab. Je konsistenter deine Angaben überall sind, desto seltener entstehen Sperrungen und Verifizierungsprobleme.
Das Bing Unternehmensprofil heisst offiziell Bing Places for Business und ist das kostenlose Pendant von Microsoft. Du kannst dein bestehendes Google Unternehmensprofil dort in wenigen Minuten importieren, ohne alles neu einzutragen. Wichtig ist Bing vor allem, weil ChatGPT und Microsoft Copilot bei lokalen Fragen auf Bing-Daten zugreifen.
Kaum ein Betrieb denkt an Bing, dabei ist der Aufwand minimal. Auf bingplaces.com meldest du dich an und wählst den Import aus dem Google Unternehmensprofil. Deine Daten bleiben danach sogar automatisch synchron, wenn du die Synchronisierung aktivierst.
Der eigentliche Grund für den Eintrag ist die KI-Suche. Perplexity nutzt Bing als eine zentrale Suchquelle, und auch ChatGPT greift für Websuchen auf den Bing-Index zu. Wer nur bei Google eingetragen ist, fehlt in einem Teil der Datenbasis, aus der KI-Systeme lokale Empfehlungen bauen.
Die Faustregel: Erst das Google Unternehmensprofil sauber erstellen und verifizieren, dann zehn Minuten für den Bing-Import investieren. Damit deckst du beide grossen Suchindizes ab und legst die Basis für Sichtbarkeit in klassischer Suche und KI-Antworten.
Mit dem Erstellen ist die Pflicht erledigt, die Kür beginnt danach: Profil vollständig pflegen, laufend Bewertungen sammeln und die Sichtbarkeit messen. Ein frisch angelegtes Profil ohne Fotos, Beiträge und Bewertungen bleibt im Kartenbereich meist unsichtbar, weil die Konkurrenz dort seit Jahren einzahlt.
Der nächste Schritt ist die systematische Optimierung: Kategorie schärfen, Leistungen eintragen, Fotos ergänzen und den Q&A-Bereich vorbereiten. Die komplette Anleitung dafür findest du im Schwester-Guide Google Unternehmensprofil optimieren.
Parallel dazu baust du Bewertungen auf, denn sie sind das stärkste Vertrauens- und Ranking-Signal deines Profils. Wie du ohne Druck und ohne gekaufte Rezensionen kontinuierlich echte Bewertungen sammelst, zeigt der Guide Google Bewertungen bekommen.
Und weil immer mehr Menschen statt Google direkt ChatGPT oder Perplexity nach einer Empfehlung fragen, lohnt der Blick über das Profil hinaus. Ob KI-Systeme deinen Betrieb bei echten Kundenfragen nennen, kannst du mit pantra.io täglich messen und die Lücken gezielt schliessen. Die komplette Strategie für lokale Betriebe, vom Profil bis zum eigenen Content, findest du im Guide GEO für lokale Unternehmen.
pantra.io misst täglich, ob ChatGPT, Perplexity, Claude und Google AI deinen Betrieb bei echten Kundenfragen empfehlen, und schliesst die Lücken automatisch.
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